Hormel Frauenärzte
 
   
Fruchtwasserpunktion  
   
  IIndikationen für eine Fruchtwasseruntersuchung sind z.B. gegeben bei:
  • erhöhtem Alter der Mutter
  • Verdacht auf Fehlbildungen
  • auffällige Risikoberechnung
  • familiäre Chromosomenstörung

Mittels Fruchtwasserpunktion und anschließender Untersuchung der fetalen (kindlichen) Zellen aus dem Fruchtwasser lassen sich schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft kindliche Fehlbildungen ausschließen oder nachweisen. Die Fruchtwasserpunktion wird in der Regel zwischen der 14. und der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt. Die im Fruchtwasser enthaltenen kindlichen Zellen von Haut, Magen-Darm Trakt und der ableitenden Harnwege werden im Labor vermehrt und untersucht. Anzahl und Struktur der Chromosomen werden beurteilt und durch Untersuchung des Alpha-Fetoproteins können Aussagen über Spaltbildungen des Rückens (Neuralrohrdefekte) und des Bauches getroffen werden.

Das Ergebnis der Chromosomenanalyse liegt in der Regel nach 12 -14 Tagen vor. Mittels eines Schnelltestes (FISH-Test www.medgen-Wetzlar.de) können jedoch schon 24 Stunden nach der Punktion wichtige Chromosomenstörungen wie z.B. das Down-Syndrom (Trisomie 21) ausgeschlossen werden.

Chromosomensatz

Weiblicher Chromosomensatz


Die Fruchtwasserpunktion erfolgt unter Ultraschallsicht. Zunächst wird eine geeignete Stelle für den Einstich festgelegt und dort eine dünne Nadel über die Bauchdecke bis zur Fruchtblase eingeführt. Mit einer Spritze wird ein kleiner Teil des Fruchtwassers entnommen, der innerhalb weniger Stunden wieder nachgebildet ist.

Die Fruchtwasserpunktion ist schmerzarm und mit dem Einstich bei einer Blutentnahme zu vergleichen. Eine örtliche Betäubung ist nicht erforderlich.

Nach der Punktion sollte eine körperliche Schonung für 12-24 Std. erfolgen.


Bitte denken Sie daran Ihren Mutterpaß mitzubringen



     

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